ALM e.V. startet Fragebogen-Aktion zum Wirtschaftlichkeitsbonus

Änderungsbedarf an den Ziffernkränzen der Ausnahmeindikationen

Der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V. sieht aufgrund der Erfahrungen im ersten Quartal seit der Umsetzung der ersten Stufe der Laborreform einen deutlichen Änderungsbedarf an den Ziffernkränzen der Ausnahmeindikationen. Dazu wurde eine breit angelegte Fragebogen-Aktion innerhalb der Vertragsärzteschaft auf den Weg gebracht. Die Neugestaltung des Wirtschaftlichkeitsbonus sowie die Berechnung der arztpraxisspezifischen Fallwerte haben im Zusammenhang mit der am 01. April 2018 gleichzeitig in Kraft getretenen vollständigen Neugestaltung der Ausnahmeindikationen zu erheblichen Verunsicherungen bei den Ärzten geführt. Hierzu hatte beispielsweise auch die Ärzte Zeitung berichtet. „Wir haben große Sorge, dass die Ärzte künftig nur noch Ziffernmedizin betreiben werden“, warnt Dr. Michael Müller, 1. Vorsitzender des ALM e.V. „Wir nehmen wahr, dass die zuweisenden Ärzte vermehrt ihre bisher am medizinischen Bedarf ausgerichtete Veranlassungen von Laboruntersuchungen jetzt an den neu definierten Ziffernkränzen ausrichten“, fügt er hinzu. Man habe den Eindruck, dass die Informationspolitik der Kassenärztlichen Vereinigungen und auch der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu diesem Thema nicht sehr glücklich war. Zur Information: Mit der Neugestaltung des Wirtschaftlichkeitsbonus wurden Änderungen an den Ausnahmeindikationen vorgenommen, wobei Indikationen zusammengefasst, hinzugefügt oder auch gestrichen wurden. Wesentlich ist, dass jeder Ausnahmeindikation ein fester und abschließender Ziffernkranz zugeordnet wurde. „Ziel war es hierbei, die in den Ziffernkränzen genannten Gebührenordnungspositionen von der Steuerung der Wirtschaftlichkeit der Erbringung und Veranlassung von Laborleistungen auszunehmen“, erklärt Dr. Michael Müller, Facharzt für Laboratoriumsmedizin. „Die Regelungen im EBM sehen nun vor, dass nur die in den Ziffernkränzen der Ausnahmeindikationen genannten Laboruntersuchungen bei der Berechnung des arztpraxisspezifischen Fallwertes unberücksichtigt bleiben. Das bedeutet aber auch, dass alle anderen Laboruntersuchungen einer Mengensteuerung unterzogen werden sollen – auch, wenn diese grundsätzlich und auch in ihrer Menge medizinisch indiziert und für die Versorgung Ihrer Patientinnen und Patienten als notwendig anzusehen sind“, so Müller. In vielen Schulungen, aber auch in persönlichen Gesprächen oder Telefonaten mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten hätten die Fachärzte für Laboratoriumsmedizin, die dem ALM angehören, festgestellt, dass es hier erheblichen Gesprächsbedarf gibt. „Die Kolleginnen und Kollegen in den Arztpraxen haben aber auch gute Vorschläge für eine Weiterentwicklung der Ausnahmekennziffern gemacht, die wir gerne in die Diskussion einbringen wollen.“ Um die aus Sicht der behandelnden Ärzte für die Patientenversorgung notwendigen Anpassungen im EBM möglichst breit abzufragen, hat der ALM e.V. nun die Fragebogen versandt, damit niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ihre Vorschläge kommunizieren können. „Wir wollen so die bestehenden Fragen und Unsicherheiten aktiv aufgreifen und der Forderung nach zeitnahen Anpassungen weiteren Nachdruck verleihen“, sagt Müller. Eine Teilnahme an der Aktion ist bis Mitte August möglich. Der Fragebogen steht zum Download auch auf der Homepage des ALM e.V. bereit. Ärztinnen und Ärzte können an der Umfrage auch online teilnehmen – dies ist über ein eigens dafür bereitgestelltes Tool auf der Homepage möglich.

Über die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V.

ALM e.V. ist der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore in Deutschland. Der Verband vertritt derzeit über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzt*innen, rund 500 Naturwissenschaftler*innen und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeiter*innen. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen labormedizinischen Patientenversorgung in Deutschland.

Die Mitglieder des Verbandes sichern eine flächendeckende Patientenversorgung, auch in strukturschwachen Gebieten. Die Mitgliedslabore sind nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien (DIN ISO EN 15189) akkreditiert und erfüllen uneingeschränkt die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK).

Die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und technischen Personals ist ein wesentlicher Aspekt ihrer täglichen Arbeit, um langfristig die zuverlässige Versorgung von Millionen von Patienten sicherstellen zu können. Der Verein strebt eine kollegiale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Selbstverwaltung, den medizinischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Vereinen an, um gemeinschaftlich die Zukunft der Labore in der medizinischen Diagnostik in Deutschland zu gestalten.

Pressekontakt

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Akkreditierte Labore in der Medizin – ALM e.V.
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Das geplante GKV-Finanzstabilisierungsgesetz sieht einige Leistungskürzungen für Patient:innen vor.

👉Kurzum: Es könnte wieder zu längeren Wartezeiten in der ärztlichen Versorgung kommen.

Der @SpiFa_eV hat deshalb die Initiative https://wartenbisderarztkommt.de ins Leben ...gerufen:

In eigener Sache:
Daniel Schaffer übernimmt Geschäftsführung

Unser Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Müller sagt dazu: "Wir freuen uns sehr, Herrn Schaffer für das Team gewonnen zu haben." Der studierte Politikwissenschaftler verfügt über lange Erfahrung im ...Gesundheitswesen.

Wir fordern eine Verbesserung der Qualität in Testzentren🧪:

Mit dem COVID-19-Schutzgesetz ist dem Bundesminister für Gesundheit kein großer Wurf gelungen. Die Regelungen verhindern nicht den Missbrauchs in den Testzentren, sondern regeln lediglich die anschließende Kontrolle.

Den leichten Wiederanstieg der #Corona-Wellen belegen auch die heute vorgestellten Zahlen des Laborverbandes @ALMevTeam. Demnach ist in den letzten 14 Tagen sowohl die Zahl der PCR-Tests insgesamt also auch der Anteil der positiven Testergebnisse wieder gestiegen. (10/x)

#Corona-Testzahlen der KW37:

👉🏼 491.712 durchgeführte PCR-Tests (KW36: 466.209)
👉🏼 davon waren 173.991 positiv (KW36: 155.960)
👉🏼 Positivrate liegt bei 35,4% (KW36: 33,5%)

Fun fact: Rund 350.000 Kilometer legen wir jeden Tag für Labordiagnostik 🚚🧪zurück.

👉Denn mehr als 3/4 der Diagnosen werden auf Grundlage eines Laborergebnisses gestellt. Diese müssen von Praxen, Krankenhäusern und Ambulanzen zügig in unsere Labore gebracht werden.

Wie sieht die Diagnostik im Jahr 2030 aus? 🧪🤖
Darüber sprechen wir auf unserer Fokusveranstaltung am 21.11.

Robotik, Machine Learning, Interoperabilität, Big Data und Künstliche Intelligenz sind hier einige Buzzwords, die wir dort aufgreifen werden.

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Fokusveranstaltung des ALM e.V. 2022

Zukunft Labordiagnostik – Die Fokusveranstaltung des ALM e.V. 2022 DIAGNOSTIK 2030: Digital, innovativ, leistungsfähig — Gute Medizin nur mit...

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In der aktuellen Ausgabe der @RedaktionMK beschreiben unsere Vorstände Nina Beikert und Dr. Michael Müller ihre "Lessons learned" der SARS-CoV-2-Pandemie.

Der Artikel ist hier einsehbar (Seite 32):
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