ALM aktuell 12/2019 zur fünften Fokusveranstaltung des ALM e.V. am 04.11.2019

Zitate der Fokusveranstaltung

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Dr. Kevin Schulte

„Viele junge Ärzte können vielleicht mit dem Begriff nichts anfangen, die gefühlte Freiberuflichkeit ist bei uns jedoch sehr weit vertreten! Wir nennen es nicht so, fühlen es aber.“

Dr. Kevin Schulte, Facharzt für Innere Medizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Sprecher Bündnis Junge Ärzte

Franziska Wiebesiek. Fachärztin für Laboratoriumsmedizin, MVZ Diamedis

„Die maximale Entlastung von nicht-ärztlichen Tätigkeiten empfinde ich als sehr frei: Ich kann mich fast ausschließlich mit medizinischen Fragestellungen befassen. So haben wir indirekt sehr viel Zeit für die Patienten und die ärztlichen Kollegen aus den Praxen.“

Franziska Wiebesiek, Fachärztin für Laboratoriumsmedizin, MVZ Diamedis

Lukas Wagner, Weiterbildungsassistent zum Facharzt für Laboratoriumsmedizin,

„Wir leben in einer anderen Zeit – ob man angestellt oder in eigener Niederlassung arbeiten möchte, ist auch ein eine Typfrage: Wir jungen Ärzte der sogenannten ‚Generation Y‘ wollen uns bewusster für eine Fachrichtung und die Form entscheiden.“

Lukas Wagner, Weiterbildungsassistent zum Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Labor 28

Michael Weller GKV-Spitzenverband

„Uns geht es in erster Linie darum, aus Patientensicht das richtige Angebot zu suchen. Wir müssen uns aber auch die Frage stellen, wie ein MVZ finanziert wird: Es braucht eine Firewall, um marktbeherrschende Stellungen zu verhindern.“

Michael Weller, GKV-Spitzenverband

Stephan Pilsinger MdB, Arzt

„Die bürokratische Belastung hält viele Ärzte vom Schritt in die Selbständigkeit ab. Mich hat es frustriert, als Arzt den halben Tag mit Papierkram zubringen zu müssen. Die Angst, vor den bürokratischen Hürden kapitulieren zu müssen, ist größer als die, an medizinischen Fragen zu scheitern.“

Stephan Pilsinger MdB, Arzt

Dr. Ellen Lundershausen, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer

„Ökonomische Zwänge hat jeder Arzt, der arbeitet. Spätestens, wenn man seine eigene Praxis aufmacht, muss man wirtschaftlich mit den Ressourcen umgehen. Das bedeutet aber nicht gleich, dass die Freiberuflichkeit in Gefahr ist.“

Dr. Ellen Lundershausen, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer

Dr. Philipp Demmer Facharzt für Humangenetik

„Angestellt zu sein empfinde ich sogar als freier, da mehr Zeit für ärztliche Kernaufgaben verbleibt und weniger für die Organisation, wie Abrechnungsfragen, aufzubringen ist. Dies hilft als Arzt im Spannungsfeld ethisch und zugleich wirtschaftlich angemessene und passende Entscheidungen zu treffen.“

Dr. Philipp Demmer, Facharzt für Humangenetik, IMD Institut für Medizinische Diagnostik Berlin-Potsdam

Dr. Florian Reuther Verbandsdirektor PKV-Verband

„Der liebste Arzt ist uns der Arzt, bei dem sich der Patient gut aufgehoben fühlt. Und das ist keine Frage von niedergelassen oder angestellt, sondern eine der Einstellung.“

Dr. Florian Reuther, Verbandsdirektor PKV-Verband

Prof. Andrew Ullmann MdB Infektiologe

„Bevor wir in die Zukunft gerichtet über Struktur diskutieren, sollten wir auf die Unwucht blicken: Die Über- und Unterversorgung, die Schnittstellenproblematik zwischen ambulant und stationär. Diese Unwucht hindert uns daran, das Gesundheitswesen weiterzuentwickeln.“

Prof. Andrew Ullmann MdB, Infektiologe

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