Datenauswertung des ALM e.V. zur SARS-CoV-2-PCR-Testung in der Weihnachtswoche KW 52 zeigt eine deutlich geringere Inanspruchnahme der Labore als möglich

Fachärztliche Labore zu Weihnachten deutlich weniger mit SARS-CoV-2-PCR-Tests in Anspruch genommen

Seit wenigen Tagen wird in Deutschland gegen SARS-CoV-2 geimpft, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Eindämmung der COVID-19-Pandemie. Die fachärztlichen Labore haben ihre SARS-CoV-2-PCR-Kapazitäten auch über die Feiertage auf dem üblichen Wochenendniveau verfügbar gehalten. Die ALM-Datenerhebung für die zurückliegende KW 52 (21.12.–27.12.2020) zeigt eine deutlich gesunkene Inanspruchnahme: Die 169 teilnehmenden Labore berichten über insgesamt 976.178 durchgeführte SARS-CoV-2-PCR-Untersuchungen (Vorwoche: 1.472.985), von denen 128.550 positiv ausfielen (Positivrate: 13,2 Prozent; Vorwoche: 11,8 Prozent). „Auch in der letzten Woche des Jahres 2020 stehen für die medizinische Versorgung ausreichend SARS-CoV-2-PCR-Testkapazitäten zur Verfügung“, so Dr. Michael Müller, 1. Vorsitzender des ALM e.V.

„Wir sind gut vorbereitet auf den Jahreswechsel. Unsere Kolleginnen und Kollegen stehen an allen Tagen einschließlich des Wochenendes und an Neujahr für die SARS-CoV-2-PCR-Diagnostik gemäß den Vorgaben der Nationalen Teststrategie und den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Verfügung. Im Fokus stehen dabei die Diagnosestellung bei Infizierten, die zeitnahe Untersuchung enger Kontaktpersonen und die Untersuchungen zum Schutz der vulnerablen Gruppen. Krankenhäuser, Praxen und der Öffentliche Gesundheitsdienst können sich auch hier auf die Labore verlassen“, betont Müller.

Die deutlich gesunkene Auslastung der PCR-Testkapazitäten führt der ALM e.V. auf die geringere Zahl an Abstrichentnahmen für eine PCR-Untersuchung bei gleichzeitig erhöhter Wahrnehmung der vielerorts vorhandenen „Schnelltestangebote“ ohne ärztliche Begleitung noch kurz vor Weihnachten zurück. Einmalige Tests seien nur eine Momentaufnahme und hätten im Falle eines negativen Befundes wegen der niedrigeren Empfindlichkeit auch nur eine sehr kurze Gültigkeit von Stunden. „Wir sollten uns daher unabhängig von einem einmalig negativen Testergebnis immer an die wichtigen Grundregeln zur Infektionsvermeidung halten“, warnt Prof. Dr. Jan Kramer, Stellvertretender Vorsitzender im ALM e.V. „Das sind die weitestgehend mögliche Reduktion der eigenen Kontakte, Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen, Lüften in Innenräumen und die Corona-Warn-App nutzen“.

„Ein positiver SARS-CoV-2-Antigen-Testbefund ist nach den Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes ans Gesundheitsamt zu melden“, erklärt Dr. Christian Scholz, Laborfacharzt und ALM-Vorstandsmitglied. Wegen der nicht geringen Zahl an falsch-positiven Ergebnissen dieser Tests empfehlen Hersteller ebenso wie das Robert Koch-Institut die unmittelbare Überprüfung eines positiven SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltestes durch eine PCR-Untersuchung. Bis dahin sollte sich eine mit einem Schnelltest positiv getestete Person entsprechend den fachlichen Vorgaben isolieren.

Die Nationale Teststrategie des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

Ein Hinweis in eigener Sache: Um insbesondere Landrät*innen und Bürgermeister*innen sowie Entscheider*innen für die labordiagnostische Versorgung vor Ort einen besseren Überblick zu geben, haben wir die Informationsseite „Corona Diagnostik Insights“ mit Laborfinder sowie Zahlen, Daten und Fakten zur Covid-19-Labordiagnostik eingerichtet. Diese erreichen Sie unter www.corona-diagnostik-insights.de

Hier auf unserer Website finden Sie FAQ zum Thema. Diese aktualisieren wir regelmäßig. Bei weiteren Fragen freuen wir uns über Ihre schriftliche Anfrage an c.wanke@alm-ev.de.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die hier ermittelten Daten mit weiteren Daten am RKI zusammengeführt werden. Die daraus entstehenden Daten stellen das Gesamtbild über das Testgeschehen in Deutschland dar. Eine anderweitige Nutzung der Daten darf nur mit Hinweis auf die Erhebung des ALM e.V. als Quelle erfolgen.

Weitere Infos zum SARS-CoV-2-Virus, zu COVID-19 und zur aktuellen Lage finden Sie unter www.rki.de  /  www.bmg.bund.de  /  www.kbv.de

Über die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V.

ALM e.V. ist der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore in Deutschland. Der Verband vertritt derzeit über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzt*innen, rund 500 Naturwissenschaftler*innen und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeiter*innen. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen labormedizinischen Patientenversorgung in Deutschland.

Die Mitglieder des Verbandes sichern eine flächendeckende Patientenversorgung, auch in strukturschwachen Gebieten. Die Mitgliedslabore sind nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien (DIN ISO EN 15189) akkreditiert und erfüllen uneingeschränkt die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK).

Die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und technischen Personals ist ein wesentlicher Aspekt ihrer täglichen Arbeit, um langfristig die zuverlässige Versorgung von Millionen von Patienten sicherstellen zu können. Der Verein strebt eine kollegiale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Selbstverwaltung, den medizinischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Vereinen an, um gemeinschaftlich die Zukunft der Labore in der medizinischen Diagnostik in Deutschland zu gestalten.

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Wir fordern eine Verbesserung der Qualität in Testzentren🧪:

Mit dem COVID-19-Schutzgesetz ist dem Bundesminister für Gesundheit kein großer Wurf gelungen. Die Regelungen verhindern nicht den Missbrauchs in den Testzentren, sondern regeln lediglich die anschließende Kontrolle.

Den leichten Wiederanstieg der #Corona-Wellen belegen auch die heute vorgestellten Zahlen des Laborverbandes @ALMevTeam. Demnach ist in den letzten 14 Tagen sowohl die Zahl der PCR-Tests insgesamt also auch der Anteil der positiven Testergebnisse wieder gestiegen. (10/x)

#Corona-Testzahlen der KW37:

👉🏼 491.712 durchgeführte PCR-Tests (KW36: 466.209)
👉🏼 davon waren 173.991 positiv (KW36: 155.960)
👉🏼 Positivrate liegt bei 35,4% (KW36: 33,5%)

Fun fact: Rund 350.000 Kilometer legen wir jeden Tag für Labordiagnostik 🚚🧪zurück.

👉Denn mehr als 3/4 der Diagnosen werden auf Grundlage eines Laborergebnisses gestellt. Diese müssen von Praxen, Krankenhäusern und Ambulanzen zügig in unsere Labore gebracht werden.

Wie sieht die Diagnostik im Jahr 2030 aus? 🧪🤖
Darüber sprechen wir auf unserer Fokusveranstaltung am 21.11.

Robotik, Machine Learning, Interoperabilität, Big Data und Künstliche Intelligenz sind hier einige Buzzwords, die wir dort aufgreifen werden.

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Fokusveranstaltung des ALM e.V. 2022

Zukunft Labordiagnostik – Die Fokusveranstaltung des ALM e.V. 2022 DIAGNOSTIK 2030: Digital, innovativ, leistungsfähig — Gute Medizin nur mit...

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In der aktuellen Ausgabe der @RedaktionMK beschreiben unsere Vorstände Nina Beikert und Dr. Michael Müller ihre "Lessons learned" der SARS-CoV-2-Pandemie.

Der Artikel ist hier einsehbar (Seite 32):
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Knapp 1,8 Mio
offene Stellen im Gesundheitswesen können in 2035 voraussichtlich nicht mehr besetzt werden

Hier geht es zur Studie:

https://www.pwc.de/de/gesundheitswesen-und-pharma/fachkraeftemangel-im-deutschen-gesundheitswesen-2022.html

Laut einer Studie zum Fachkräftemangel können im Jahr 2035 in 🇩🇪voraussichtlich 1,8 Millionen offene Stellen im Gesundheitswesen nicht mehr besetzt werden. Davon ist auch die Labormedizin betroffen.

In unserem Papier zeigen wir mögliche Lösungen auf:
https://www.alm-ev.de/aktivitaeten/arbeitsgruppen/ag-mta/

Für ein weiteres Auslaufen der #Sommerwelle sprechen auch die Test-Zahlen, die der Laborverband @ALMevTeam heute veröffentlicht hat. Wichtig ist hierbei vor allem, dass der Anteil der positiven Tests von 40,1% vor 2 Wochen auf nun 34,1% gesunken ist. (8/x)

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