Datenauswertung des ALM e.V. zur SARS-CoV-2-PCR-Testung in KW 32

Zahl der Neuinfektionen abermals deutlich gestiegen bei leicht steigender Zahl an PCR-Tests

Die Positivrate steigt weiterhin deutlich. Auch in der zurückliegenden Woche (KW 32, 09.08–15.08.2021) setzte sich der Trend bei den SARS-CoV-2-PCR-Befunden fort. Die Rate der positiven Tests liegt nun bei 6,2 Prozent (Vorwoche: 4,1 Prozent). Sommerbedingt wird mit SARS-CoV-2-PCR-Tests weiterhin auf eher niedrigem Niveau getestet: In der vergangenen Woche wurden 505.897 Tests bei den medizinischen Laboren angefordert (+0,4 Prozent zu KW 31). Das ergibt sich aus den Ergebnissen der wöchentlichen Datenerhebung zum SARS-CoV-2-Testgeschehen der Akkreditieren Labore in der Medizin – ALM e.V., an der 178 Labore teilgenommen haben. Insgesamt fielen 31.367 PCR-Befunde positiv aus (Vorwoche: 20.568). Die Auslastung der Labore bleibt mit etwa 27 Prozent der insgesamt verfügbaren PCR-Tests erneut niedrig. Das Robert Koch-Institut (RKI) sowie Haus- und Facharztverbände verweisen mittlerweile darauf, dass verstärkt auch bei geimpften Personen mit Symptomen PCR-Tests eingesetzt werden sollen. „Wir unterstützen diese wichtige fachliche Empfehlung ausdrücklich“, sagt der 1. Vorsitzende des ALM e.V., Dr. Michael Müller. 

Das RKI empfiehlt in seinem aktuellen Corona-Lagebericht, eine PCR-Testung auch bei Kindern und Geimpften mit milden Symptomen durchzuführen, um Infektionen zu erkennen und eine stärkere Virusausbreitung zu verhindern. Da aktuell weniger PCR-Tests durchgeführt würden, der Anteil der positiven Tests dabei allerdings steige, würden viele unerkannte Corona-Infektionen in der Bevölkerung vermutet, so das RKI. „Wir teilen die Einschätzung des RKI ausdrücklich“, sagt Dr. Michael Müller. „Wir verweisen schon seit Wochen auf Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Testung. Danach sollen sich Personen mit Symptomen, auch bei Auftreten von milden Beschwerden oder bei unspezifischen Erkältungssymptomen, immer an ihren Haus- oder Facharzt wenden. Nur so können wir alle relevanten Infektionen sicher erkennen und dafür Sorge tragen, dass sich andere Menschen besser vor einer Infektion schützen können.“ 

Auch wenn die Zahl der durchgeführten SARS-CoV-2-PCR-Tests mit Ende der Sommerferien vermutlich wieder ansteigen werde, sei die Kapazität so hoch, dass dies das System nicht belaste. Darüber hinaus, so der ALM e.V., sei der Zeitbedarf bis zum Vorliegen eines Befundes bei der PCR-Untersuchung weiterhin gering. Die meisten fachärztlichen Labore könnten die Ergebnisse in der Regel am gleichen Tag der Probenentnahme übermitteln und im positiven Fall sofort die Untersuchung auf das Vorliegen der Delta-Variante vornehmen.

„Wir sollten gerade bei jungen Menschen und auch bei Geimpften oder Genesenen, die leichte Symptome haben, auf Nummer sicher gehen und per PCR testen. Nur so können wir eine weitere Ausbreitung verhindern.“ Denn wie das RKI in seinem Bericht feststellt, werden die meisten Infektionen aktuell in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen und der 20- bis 24-Jährigen gemeldet.

Darüber bleibe es auch in der Sommer- und Reisezeit wichtig, sich selbst gut vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu schützen. „Neben der Impfung bleiben die bekannten Verhaltensempfehlungen (Kontaktreduktion, Abstand, Hygiene, Masken tragen, Lüften in Innenräumen, Nutzen der Corona-Warn-App) wichtig, denn Sie schützten auch vor der Verbreitung der SARS-CoV-2-Varianten. „Wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger geimpft sind und wir alle gut auf uns und unsere Mitmenschen achten, können wir die weitere Ausbreitung von SARS-CoV-2 eindämmen“, so der Appell des ALM-Vorsitzenden.

Die Nationale Teststrategie des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

Ein Hinweis in eigener Sache: Um insbesondere Landrät*innen und Bürgermeister*innen sowie Entscheider*innen für die labordiagnostische Versorgung vor Ort einen besseren Überblick zu geben, haben wir die Informationsseite „Corona Diagnostik Insights“ mit Laborfinder sowie Zahlen, Daten und Fakten zur Covid-19-Labordiagnostik eingerichtet. Außerdem finden Sie dort eine erste Übersicht der fachärztlichen Labore in Deutschland, die Vollgenomsequenzierungen durchführen.

Hier auf unserer Website finden Sie FAQ zum Thema. Diese aktualisieren wir regelmäßig. Bei weiteren Fragen freuen wir uns über Ihre schriftliche Anfrage an c.wanke@alm-ev.de.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die hier ermittelten Daten mit weiteren Daten am RKI zusammengeführt werden. Die daraus entstehenden Daten stellen das Gesamtbild über das Testgeschehen in Deutschland dar. Eine anderweitige Nutzung der Daten darf nur mit Hinweis auf die Erhebung des ALM e.V. als Quelle erfolgen.

Weitere Infos zum SARS-CoV-2-Virus, zu COVID-19 und zur aktuellen Lage finden Sie unter www.rki.de  /  www.bmg.bund.de  /  www.kbv.de

Über die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V.

ALM e.V. ist der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore in Deutschland. Der Verband vertritt derzeit über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzt*innen, rund 500 Naturwissenschaftler*innen und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeiter*innen. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen labormedizinischen Patientenversorgung in Deutschland.

Die Mitglieder des Verbandes sichern eine flächendeckende Patientenversorgung, auch in strukturschwachen Gebieten. Die Mitgliedslabore sind nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien (DIN ISO EN 15189) akkreditiert und erfüllen uneingeschränkt die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK).

Die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und technischen Personals ist ein wesentlicher Aspekt ihrer täglichen Arbeit, um langfristig die zuverlässige Versorgung von Millionen von Patienten sicherstellen zu können. Der Verein strebt eine kollegiale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Selbstverwaltung, den medizinischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Vereinen an, um gemeinschaftlich die Zukunft der Labore in der medizinischen Diagnostik in Deutschland zu gestalten.

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Diagnostik muss immer in ärztlicher Verantwortung bleiben! 👨🏻‍⚕️👩🏻‍⚕️
👉🏼 Das betonte ALM-Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Müller am Freitag auf dem @SpiFa_eV-Fachärztetag
👉🏼 Labor trägt dazu einen entscheidenden Beitrag.

“Für mich ist dies der stärkste Spifa-Fachärztetag jemals.” Zu Beginn lobt unser Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Müller die Arbeit des @SpiFa_eV

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Los geht es für uns auf dem Spifa-Fachärztetag mit der Podiumsdiskussion:

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Heute startet der Fachärztetag des Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) 👩🏻‍⚕️👨🏻‍⚕️

Unser Team der Geschäftsstelle steht mit einem Stand bereit. Wir freuen uns auf die Inhalte des Programms 🎤und den Austausch.

Am 16./17.03. findet in Berlin der Fachärztetag des @SpiFa_eV
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👉🏼 Gesundheitswesen der Zukunft: Stellenwert der Diagnostik in der Versorgung

👉🏼 Fremdbesitz statt Niederlassung: Ärzt:innen zwischen ...Kapitalinteressen und Therapiefreiheit

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Werden wir in der Zukunft Chips🤖 in oder an unserem Körper tragen?
👉🏽Diese Frage hat uns Dr. Dirk Kuhlmeier beantwortet. Er ist Abteilungsleiter Diagnostik und Arbeitsgruppenleiter MicroDiagnostics am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie.
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