ALM e.V. stellt SARS-CoV-2-PCR-Daten aus der KW 41 vor

SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen nimmt deutlich zu. ALM begrüßt verlängerte Übergangsfristen für In-vitro-Diagnostika durch die EU-Kommission – Patientenwohl steht im Mittelpunkt

Trotz eines wieder dynamischeren SARS-CoV-2-Infektionsgeschehens werden weniger PCR-Testungen durchgeführt. Das geht aus der Datenanalyse der vergangenen Woche (KW 41, 11.10.2021–17.10.2021) hervor, an der laut ALM e.V. 179 Labore teilgenommen haben. Auch wegen der Herbstferien ist die Gesamtzahl der SARS-CoV-2-PCR-Tests um ca. 12 Prozent auf insgesamt 791.548 gesunken (Vorwoche 897.039). Davon waren 66.561 Tests positiv (59.190 in der KW 40, das entspricht einer Steigerung um 12 Prozent gegenüber der Vorwoche) und die Positivrate stieg auf 8,4 Prozent (Vorwoche 6,6 Prozent) bei bekannten regionalen Unterschieden.

Die Akkreditierten Labore in der Medizin e.V. begrüßen zugleich den bekannt gewordenen Vorschlag der Europäischen Kommission, verlängerte Übergangsfristen für das Inkrafttreten der IVD-Richtlinie mit veränderten Regelungen zu In-vitro-Diagnostika auf den Weg zu bringen. „Die Versorgung der Patientinnen und Patienten hat auch auf europäischer Ebene im Vordergrund gestanden“ sagt Dr. Michael Müller, der 1. Vorsitzende des Verbandes. „Wir hoffen, dass nun auch das EU-Parlament im Sinne der Patientinnen und Patienten diesem Vorschlag folgen wird. Für die konkrete nationale Umsetzung braucht es dann noch weitere Lösungsvorschläge, an denen der ALM gern mitwirkt“, so Müller.

Durch die Corona-Pandemie und die Tatsache, dass die Experten sich zunächst auf die Entwicklung der Corona-Tests konzentrieren mussten, gab es deutliche Verzögerungen bei der Umsetzung. Ohne Änderung der Verordnung drohen erhebliche Probleme bei der Patientenversorgung. Die Diagnostik-Unternehmen haben darauf hingewiesen, dass erhebliche Schwierigkeiten bestehen, ihre teils lebenswichtigen diagnostischen Produkte auf dem Markt zu halten, beziehungsweise auf den Markt zu bringen. Der ALM e.V. fordert in diesem Zusammenhang auch eine stärkere Orientierung an der fachärztlichen Expertise und der ohnehin in allen akkreditierten Laboren bereits existierenden, umfangreichen Maßnahmen des Qualitätsmanagements.

Mit Blick auf den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) begrüßt der ALM e.V., dass es für spezielle Patientengruppen (z. B. Immunsupprimierte) nunmehr ein Angebot gibt, SARS-CoV-2-Antikörpertests zur Überprüfung der „SARS-CoV-2-Impfwirkung“ einzusetzen. „Die Untersuchung kann, bei allen bekannten Einschränkungen, für einzelne Patientengruppen dennoch sinnvoll sein, um die grundsätzliche Reaktionsfähigkeit des Immunsystems zu überprüfen. Es kommt nun darauf an, diesen Beschluss im Sinne einer qualitativen Patientenversorgung zügig umzusetzen“, so Prof. Kramer, stellvertretender Vorsitzender.

Der ALM e.V. befürchtet auch in den kommenden kälteren Wochen und Monaten einen weiteren Anstieg an Corona-Neuinfektionen und betont: „Für den Herbst sind die akkreditierten Labore gut vorbereitet. Wir möchten nochmal betonen, dass bei jeglichem Verdacht auf eine COVID-19-Erkrankung der PCR-Test auf SARS-CoV-2 als Bestandteil der medizinischen Versorgung von den Krankenkassen übernommen wird. Aber auch andere respiratorische Erreger sollten in der Differentialdiagnostik nicht vergessen werden. Wir haben hierfür mehr als ausreichend Kapazitäten von mehr als 2 Millionen verfügbaren SARS-CoV-2-PCR-Tests pro Woche“, so Evangelos Kotsopoulos, Vorstand im ALM e.V.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die hier ermittelten Daten mit weiteren Daten am RKI zusammengeführt werden. Die daraus entstehenden Daten stellen das Gesamtbild über das Testgeschehen in Deutschland dar. Eine anderweitige Nutzung der Daten darf nur mit Hinweis auf die Erhebung des ALM e.V. als Quelle erfolgen.

Über die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V.

ALM e.V. ist der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore in Deutschland. Der Verband vertritt derzeit über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzt*innen, rund 500 Naturwissenschaftler*innen und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeiter*innen. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen labormedizinischen Patientenversorgung in Deutschland.

Die Mitglieder des Verbandes sichern eine flächendeckende Patientenversorgung, auch in strukturschwachen Gebieten. Die Mitgliedslabore sind nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien (DIN ISO EN 15189) akkreditiert und erfüllen uneingeschränkt die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK).

Die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und technischen Personals ist ein wesentlicher Aspekt ihrer täglichen Arbeit, um langfristig die zuverlässige Versorgung von Millionen von Patienten sicherstellen zu können. Der Verein strebt eine kollegiale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Selbstverwaltung, den medizinischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Vereinen an, um gemeinschaftlich die Zukunft der Labore in der medizinischen Diagnostik in Deutschland zu gestalten.

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Wir fordern eine Verbesserung der Qualität in Testzentren🧪:

Mit dem COVID-19-Schutzgesetz ist dem Bundesminister für Gesundheit kein großer Wurf gelungen. Die Regelungen verhindern nicht den Missbrauchs in den Testzentren, sondern regeln lediglich die anschließende Kontrolle.

Den leichten Wiederanstieg der #Corona-Wellen belegen auch die heute vorgestellten Zahlen des Laborverbandes @ALMevTeam. Demnach ist in den letzten 14 Tagen sowohl die Zahl der PCR-Tests insgesamt also auch der Anteil der positiven Testergebnisse wieder gestiegen. (10/x)

#Corona-Testzahlen der KW37:

👉🏼 491.712 durchgeführte PCR-Tests (KW36: 466.209)
👉🏼 davon waren 173.991 positiv (KW36: 155.960)
👉🏼 Positivrate liegt bei 35,4% (KW36: 33,5%)

Fun fact: Rund 350.000 Kilometer legen wir jeden Tag für Labordiagnostik 🚚🧪zurück.

👉Denn mehr als 3/4 der Diagnosen werden auf Grundlage eines Laborergebnisses gestellt. Diese müssen von Praxen, Krankenhäusern und Ambulanzen zügig in unsere Labore gebracht werden.

Wie sieht die Diagnostik im Jahr 2030 aus? 🧪🤖
Darüber sprechen wir auf unserer Fokusveranstaltung am 21.11.

Robotik, Machine Learning, Interoperabilität, Big Data und Künstliche Intelligenz sind hier einige Buzzwords, die wir dort aufgreifen werden.

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Fokusveranstaltung des ALM e.V. 2022

Zukunft Labordiagnostik – Die Fokusveranstaltung des ALM e.V. 2022 DIAGNOSTIK 2030: Digital, innovativ, leistungsfähig — Gute Medizin nur mit...

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In der aktuellen Ausgabe der @RedaktionMK beschreiben unsere Vorstände Nina Beikert und Dr. Michael Müller ihre "Lessons learned" der SARS-CoV-2-Pandemie.

Der Artikel ist hier einsehbar (Seite 32):
https://www.management-krankenhaus.de/restricted-files/152364

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Knapp 1,8 Mio
offene Stellen im Gesundheitswesen können in 2035 voraussichtlich nicht mehr besetzt werden

Hier geht es zur Studie:

https://www.pwc.de/de/gesundheitswesen-und-pharma/fachkraeftemangel-im-deutschen-gesundheitswesen-2022.html

Laut einer Studie zum Fachkräftemangel können im Jahr 2035 in 🇩🇪voraussichtlich 1,8 Millionen offene Stellen im Gesundheitswesen nicht mehr besetzt werden. Davon ist auch die Labormedizin betroffen.

In unserem Papier zeigen wir mögliche Lösungen auf:
https://www.alm-ev.de/aktivitaeten/arbeitsgruppen/ag-mta/

Für ein weiteres Auslaufen der #Sommerwelle sprechen auch die Test-Zahlen, die der Laborverband @ALMevTeam heute veröffentlicht hat. Wichtig ist hierbei vor allem, dass der Anteil der positiven Tests von 40,1% vor 2 Wochen auf nun 34,1% gesunken ist. (8/x)

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