Datenauswertung des ALM e.V. zur SARS-CoV-2-PCR-Testung in KW 11 zeigt weiterhin steigende Infektionszahlen

SARS-CoV-2-Infektionen nehmen weiter deutlich zu – Kontakte reduzieren – Maske tragen – Abstand halten bleiben wichtig und sind wirksam, auch gegen Varianten

Die SARS-CoV-2-Neuinfektionen nehmen wieder deutlicher und schneller zu. Das bestätigen auch die Zahlen der Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V. aus der vergangenen Kalenderwoche. So zeigt die Auswertung der Daten der nun 175 Labore aus dem ambulanten und stationären Bereich eine erneut deutlich gestiegene Positivrate von 8,3 Prozent (Vorwoche 7,2 Prozent). Insgesamt fielen in der KW 11 von den durchgeführten 1.196.364 (Vorwoche: 1.090.422) SARS-CoV-2-PCR-Tests 98.762 positiv aus (Vorwoche: 77.646). „Neben dem forcierten Impfen und der konsequenten Umsetzung der Nationalen Teststrategie mit breiter und niedrigschwelliger Testung nach den RKI-Kriterien bleiben die bekannten allgemeinen Maßnahmen mit Kontaktreduktion, Abstand halten, Maske tragen, Lüften in Innenräumen und der Nutzung der Corona-Warn-App weiterhin das wirksame Mittel gegen die Ausbreitung von SARS-CoV-2. Jede und jeder von uns kann hier einen Beitrag leisten“, sagt Dr. Michael Müller, 1. Vorsitzender des ALM e.V.

Wichtig sei es deshalb weiterhin, Kontakte möglichst weitgehend freiwillig zu reduzieren. Darüber hinaus sollte unbedingt auf nicht notwendige Reisen verzichtet werden. „Wenn wir jetzt noch ein paar Wochen durchhalten, forciert geimpft wird und bestehende Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte mit SARS-CoV-2-Antigentests und auch Selbsttests begleitet werden, dann haben wir gute Chancen auf eine deutliche Abmilderung der aktuellen Infektionswelle“, erklärt auch Wolf Kupatt, Vorstand im ALM e.V.

Evangelos Kotsopoulos, ebenfalls Vorstand im ALM e.V. ergänzt: „Die fachärztlichen Labore haben weiterhin ausreichende PCR-Testkapazitäten, damit wir den medizinischen Bedarf sehr gut abdecken und dazu auch die Bestätigungsuntersuchung für positive SARS-CoV-2-Antigentests bewerkstelligen können.“ Wichtig sei dabei insbesondere, dass die Ergebnisse der Antigentests – wie im gestrigen Bund-Länder-Gespräch bereits angeklungen – auch tatsächlich in die Statistik einfließen. „So können wir das Pandemiegeschehen wirklich im Blick und dann auch unter Kontrolle behalten,“ so Kotsopoulos.

ALM e.V. bietet weiterhin Unterstützung beim Thema Digitalisierung an

Apropos Kontrolle: Dass die Corona-Warn-App, wie in einem ersten Papier aus der Bund-Länder-Gruppe diskutiert wurde, womöglich bald weitere Funktionen erhalten soll, die unter anderem auch die Erstellung des Kontakttagebuches durch Scannen von QR-Codes erleichtern sollen, hält Dr. Christian Scholz für mehr als unterstützenswert: „Die Warn-App könnte viel mehr als heute eine Rolle bei der Eindämmung der Pandemie spielen“, sagt der ALM-Vorstand und Sprecher der AG IT. Dr. Michael Müller: „Wir bieten als Vorreiter der Digitalisierung im Bereich der niedergelassenen Ärzte unsere aktive Mitwirkung und Unterstützung an.“

Die Nationale Teststrategie des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

Ein Hinweis in eigener Sache: Um insbesondere Landrät*innen und Bürgermeister*innen sowie Entscheider*innen für die labordiagnostische Versorgung vor Ort einen besseren Überblick zu geben, haben wir die Informationsseite „Corona Diagnostik Insights“ mit Laborfinder sowie Zahlen, Daten und Fakten zur Covid-19-Labordiagnostik eingerichtet. Außerdem finden Sie dort eine erste Übersicht der fachärztlichen Labore in Deutschland, die Vollgenomsequenzierungen durchführen.

Hier auf unserer Website finden Sie FAQ zum Thema. Diese aktualisieren wir regelmäßig. Bei weiteren Fragen freuen wir uns über Ihre schriftliche Anfrage an c.wanke@alm-ev.de.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die hier ermittelten Daten mit weiteren Daten am RKI zusammengeführt werden. Die daraus entstehenden Daten stellen das Gesamtbild über das Testgeschehen in Deutschland dar. Eine anderweitige Nutzung der Daten darf nur mit Hinweis auf die Erhebung des ALM e.V. als Quelle erfolgen.

Weitere Infos zum SARS-CoV-2-Virus, zu COVID-19 und zur aktuellen Lage finden Sie unter www.rki.de  /  www.bmg.bund.de  /  www.kbv.de

Über die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V.

ALM e.V. ist der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore in Deutschland. Der Verband vertritt derzeit über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzt*innen, rund 500 Naturwissenschaftler*innen und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeiter*innen. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen labormedizinischen Patientenversorgung in Deutschland.

Die Mitglieder des Verbandes sichern eine flächendeckende Patientenversorgung, auch in strukturschwachen Gebieten. Die Mitgliedslabore sind nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien (DIN ISO EN 15189) akkreditiert und erfüllen uneingeschränkt die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK).

Die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und technischen Personals ist ein wesentlicher Aspekt ihrer täglichen Arbeit, um langfristig die zuverlässige Versorgung von Millionen von Patienten sicherstellen zu können. Der Verein strebt eine kollegiale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Selbstverwaltung, den medizinischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Vereinen an, um gemeinschaftlich die Zukunft der Labore in der medizinischen Diagnostik in Deutschland zu gestalten.

Pressekontakt

Geschäftsstelle

Akkreditierte Labore in der Medizin – ALM e.V.
HELIX HUB
Invalidenstraße 113
10115 Berlin

Telefon: 030 403 688 4000
E-Mail: kontakt@alm-ev.de
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Wir fordern eine Verbesserung der Qualität in Testzentren🧪:

Mit dem COVID-19-Schutzgesetz ist dem Bundesminister für Gesundheit kein großer Wurf gelungen. Die Regelungen verhindern nicht den Missbrauchs in den Testzentren, sondern regeln lediglich die anschließende Kontrolle.

Den leichten Wiederanstieg der #Corona-Wellen belegen auch die heute vorgestellten Zahlen des Laborverbandes @ALMevTeam. Demnach ist in den letzten 14 Tagen sowohl die Zahl der PCR-Tests insgesamt also auch der Anteil der positiven Testergebnisse wieder gestiegen. (10/x)

#Corona-Testzahlen der KW37:

👉🏼 491.712 durchgeführte PCR-Tests (KW36: 466.209)
👉🏼 davon waren 173.991 positiv (KW36: 155.960)
👉🏼 Positivrate liegt bei 35,4% (KW36: 33,5%)

Fun fact: Rund 350.000 Kilometer legen wir jeden Tag für Labordiagnostik 🚚🧪zurück.

👉Denn mehr als 3/4 der Diagnosen werden auf Grundlage eines Laborergebnisses gestellt. Diese müssen von Praxen, Krankenhäusern und Ambulanzen zügig in unsere Labore gebracht werden.

Wie sieht die Diagnostik im Jahr 2030 aus? 🧪🤖
Darüber sprechen wir auf unserer Fokusveranstaltung am 21.11.

Robotik, Machine Learning, Interoperabilität, Big Data und Künstliche Intelligenz sind hier einige Buzzwords, die wir dort aufgreifen werden.

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Fokusveranstaltung des ALM e.V. 2022

Zukunft Labordiagnostik – Die Fokusveranstaltung des ALM e.V. 2022 DIAGNOSTIK 2030: Digital, innovativ, leistungsfähig — Gute Medizin nur mit...

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In der aktuellen Ausgabe der @RedaktionMK beschreiben unsere Vorstände Nina Beikert und Dr. Michael Müller ihre "Lessons learned" der SARS-CoV-2-Pandemie.

Der Artikel ist hier einsehbar (Seite 32):
https://www.management-krankenhaus.de/restricted-files/152364

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Knapp 1,8 Mio
offene Stellen im Gesundheitswesen können in 2035 voraussichtlich nicht mehr besetzt werden

Hier geht es zur Studie:

https://www.pwc.de/de/gesundheitswesen-und-pharma/fachkraeftemangel-im-deutschen-gesundheitswesen-2022.html

Laut einer Studie zum Fachkräftemangel können im Jahr 2035 in 🇩🇪voraussichtlich 1,8 Millionen offene Stellen im Gesundheitswesen nicht mehr besetzt werden. Davon ist auch die Labormedizin betroffen.

In unserem Papier zeigen wir mögliche Lösungen auf:
https://www.alm-ev.de/aktivitaeten/arbeitsgruppen/ag-mta/

Für ein weiteres Auslaufen der #Sommerwelle sprechen auch die Test-Zahlen, die der Laborverband @ALMevTeam heute veröffentlicht hat. Wichtig ist hierbei vor allem, dass der Anteil der positiven Tests von 40,1% vor 2 Wochen auf nun 34,1% gesunken ist. (8/x)

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