Datenauswertung des ALM e.V. zur SARS-CoV-2-PCR-Testung in KW 15

Weiterhin hohe Zahl an SARS-CoV-2-Neuinfektionen: Regeln einhalten und Infektionsgeschehen kontrollieren

Nach den Osterwochen ist die absolute Zahl an Neuinfektionen weiter gestiegen. So ist nach der Datenerhebung der Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V., an der aktuell 177 Labore aus dem ambulanten und stationären Bereich teilnehmen, die Zahl der SARS-CoV-2-Neuinfektionen von 128.098 in der KW 14 auf 149.454 in der KW 15 gestiegen. Zugleich wurden insgesamt 17 Prozent mehr PCR-Tests durchgeführt: Diese stiegen von 1.002.140 SARS-CoV-2-PCR-Tests auf nun 1.174.640. Dabei bleibt die britische Variante B.1.1.7 bundesweit mit rund 90 Prozent der diagnostizierten Fälle führend im Infektionsgeschehen. Die Positivrate lag mit 12,7 Prozent in der KW 15 annähernd gleich hoch wie in der KW 14 (12,8 Prozent).

„Testen, testen, testen, … aber gezielt“ und „Impfen, impfen, impfen, … soviel als möglich“ – und dabei die bewährten Corona-Hygiene- und Schutzmaßnahmen konsequent einhalten. „So kommen wir rasch und mit geringeren Neuinfektionen aus der Pandemie“, sagt Dr. Michael Müller. Der 1. Vorsitzende des ALM e.V. betont: „Eine breite Teststrategie und höchstmögliches Tempo beim Impfen sind zwar die Grundlage für die Eindämmung der Pandemie, das alleine reicht jedoch nicht aus, uns aus der Pandemie zu bringen. Es gilt weiterhin die Zahl der Neuinfektionen so gering wie möglich zu halten, dafür sind die Reduktion von Kontakten und eine möglichst geringe Mobilität zentral.“

Auch wenn ein Teil der Bevölkerung weitere Öffnungsschritte sehnlich erwarte und alle vom Licht am Ende des Tunnels träumten, so sei doch in der derzeitigen Phase der Pandemie höchste Vorsicht geboten und die Bremsung des Infektionsgeschehens vordringlich. „Wir können sehr gut nachvollziehen, dass bei gutem Wetter und steigenden Temperaturen Menschen ins Freie strömen und mehr Freiheiten genießen wollen“, sagt auch Nina Beikert, Vorständin im ALM e.V. Doch Menschenansammlungen in Parks, auf belebten Plätzen oder vor Geschäften bleiben ein hohes Risiko und erleichtern die Ausbreitung von SARS-CoV-2: „Gerade die nun bei fast allen Infizierten nachgewiesene B.1.1.7-Variante verbreitet sich mit hoher Geschwindigkeit. Die altbekannten AHA-Regeln sollten also überall unbedingt eingehalten werden, auch im Freien“, so Beikert.

Erst das Infektionsgeschehen kontrollieren – dann Öffnungen ermöglichen

Von einem Rückgang der Infektionszahlen insgesamt hänge es auch ab, ob regionale Öffnungsszenarien und Veranstaltungskonzepte inklusive Reihentestungen erfolgreich sein könnten. „Wie bereits Dr. Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Pressekonferenzen bekräftigt haben, können erst bei einem kontrollierten Infektionsgeschehen auf niedrigerem Niveau Testungen im Zusammenhang mit Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten, die konsequent durchgesetzt werden, einen Effekt erzielen und Öffnungsszenarien versucht werden“, erklärt Dr. Michael Müller. Darüber hinaus warte man noch auf Ergebnisse der Wirkung solcher Modelle.

Vorerst gelte es deshalb, weiterhin auf die bewährten Instrumente des Testens von symptomatischen Personen, deren Kontaktpersonen und Risikogruppen mit der PCR als der Methode der Wahl, der Beschränkung der Kontakte sowie der Einhaltung der AHA + C + L-Regeln zu setzen. „Und wir als Fachärztinnen und Fachärzte im Labor setzen natürlich auch auf die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, allen voran die Hausärztinnen und Hausärzte, die eine wichtige Rolle bei der Ausweitung der Impfkampagne übernommen haben“, so Müller weiter. Die Kolleg*innen in den Impfzentren und in den Praxen leisteten einen enorm wichtigen Beitrag, um das Ende der Pandemie einzuleiten und das Licht am Ende des Tunnels ein bisschen größer und heller zu machen.

Die Nationale Teststrategie des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

Ein Hinweis in eigener Sache: Um insbesondere Landrät*innen und Bürgermeister*innen sowie Entscheider*innen für die labordiagnostische Versorgung vor Ort einen besseren Überblick zu geben, haben wir die Informationsseite „Corona Diagnostik Insights“ mit Laborfinder sowie Zahlen, Daten und Fakten zur Covid-19-Labordiagnostik eingerichtet. Außerdem finden Sie dort eine erste Übersicht der fachärztlichen Labore in Deutschland, die Vollgenomsequenzierungen durchführen.

Hier auf unserer Website finden Sie FAQ zum Thema. Diese aktualisieren wir regelmäßig. Bei weiteren Fragen freuen wir uns über Ihre schriftliche Anfrage an c.wanke@alm-ev.de.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die hier ermittelten Daten mit weiteren Daten am RKI zusammengeführt werden. Die daraus entstehenden Daten stellen das Gesamtbild über das Testgeschehen in Deutschland dar. Eine anderweitige Nutzung der Daten darf nur mit Hinweis auf die Erhebung des ALM e.V. als Quelle erfolgen.

Weitere Infos zum SARS-CoV-2-Virus, zu COVID-19 und zur aktuellen Lage finden Sie unter www.rki.de  /  www.bmg.bund.de  /  www.kbv.de

Über die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V.

ALM e.V. ist der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore in Deutschland. Der Verband vertritt derzeit über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzt*innen, rund 500 Naturwissenschaftler*innen und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeiter*innen. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen labormedizinischen Patientenversorgung in Deutschland.

Die Mitglieder des Verbandes sichern eine flächendeckende Patientenversorgung, auch in strukturschwachen Gebieten. Die Mitgliedslabore sind nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien (DIN ISO EN 15189) akkreditiert und erfüllen uneingeschränkt die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK).

Die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und technischen Personals ist ein wesentlicher Aspekt ihrer täglichen Arbeit, um langfristig die zuverlässige Versorgung von Millionen von Patienten sicherstellen zu können. Der Verein strebt eine kollegiale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Selbstverwaltung, den medizinischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Vereinen an, um gemeinschaftlich die Zukunft der Labore in der medizinischen Diagnostik in Deutschland zu gestalten.

Pressekontakt

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Akkreditierte Labore in der Medizin – ALM e.V.
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Telefon: 030 403 688 4000
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Wir fordern eine Verbesserung der Qualität in Testzentren🧪:

Mit dem COVID-19-Schutzgesetz ist dem Bundesminister für Gesundheit kein großer Wurf gelungen. Die Regelungen verhindern nicht den Missbrauchs in den Testzentren, sondern regeln lediglich die anschließende Kontrolle.

Den leichten Wiederanstieg der #Corona-Wellen belegen auch die heute vorgestellten Zahlen des Laborverbandes @ALMevTeam. Demnach ist in den letzten 14 Tagen sowohl die Zahl der PCR-Tests insgesamt also auch der Anteil der positiven Testergebnisse wieder gestiegen. (10/x)

#Corona-Testzahlen der KW37:

👉🏼 491.712 durchgeführte PCR-Tests (KW36: 466.209)
👉🏼 davon waren 173.991 positiv (KW36: 155.960)
👉🏼 Positivrate liegt bei 35,4% (KW36: 33,5%)

Fun fact: Rund 350.000 Kilometer legen wir jeden Tag für Labordiagnostik 🚚🧪zurück.

👉Denn mehr als 3/4 der Diagnosen werden auf Grundlage eines Laborergebnisses gestellt. Diese müssen von Praxen, Krankenhäusern und Ambulanzen zügig in unsere Labore gebracht werden.

Wie sieht die Diagnostik im Jahr 2030 aus? 🧪🤖
Darüber sprechen wir auf unserer Fokusveranstaltung am 21.11.

Robotik, Machine Learning, Interoperabilität, Big Data und Künstliche Intelligenz sind hier einige Buzzwords, die wir dort aufgreifen werden.

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Fokusveranstaltung des ALM e.V. 2022

Zukunft Labordiagnostik – Die Fokusveranstaltung des ALM e.V. 2022 DIAGNOSTIK 2030: Digital, innovativ, leistungsfähig — Gute Medizin nur mit...

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In der aktuellen Ausgabe der @RedaktionMK beschreiben unsere Vorstände Nina Beikert und Dr. Michael Müller ihre "Lessons learned" der SARS-CoV-2-Pandemie.

Der Artikel ist hier einsehbar (Seite 32):
https://www.management-krankenhaus.de/restricted-files/152364

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Knapp 1,8 Mio
offene Stellen im Gesundheitswesen können in 2035 voraussichtlich nicht mehr besetzt werden

Hier geht es zur Studie:

https://www.pwc.de/de/gesundheitswesen-und-pharma/fachkraeftemangel-im-deutschen-gesundheitswesen-2022.html

Laut einer Studie zum Fachkräftemangel können im Jahr 2035 in 🇩🇪voraussichtlich 1,8 Millionen offene Stellen im Gesundheitswesen nicht mehr besetzt werden. Davon ist auch die Labormedizin betroffen.

In unserem Papier zeigen wir mögliche Lösungen auf:
https://www.alm-ev.de/aktivitaeten/arbeitsgruppen/ag-mta/

Für ein weiteres Auslaufen der #Sommerwelle sprechen auch die Test-Zahlen, die der Laborverband @ALMevTeam heute veröffentlicht hat. Wichtig ist hierbei vor allem, dass der Anteil der positiven Tests von 40,1% vor 2 Wochen auf nun 34,1% gesunken ist. (8/x)

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