Konsterniert nehmen die Mitgliedslabore des ALM e.V. den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses zur Absenkung der Vergütung für die SARS-CoV-2-PCR auf 39,40 Euro zur Kenntnis.

ALM e.V. entsetzt über Absenkung der Vergütung für CORONA-PCR: Kassen sind sich offensichtlich der Tragweite und Auswirkungen dieses Beschlusses nicht bewusst

Konsterniert und befremdet nehmen die Mitgliedslabore des Verbandes der Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V. den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses zur Absenkung der Vergütung für die SARS-CoV-2-PCR auf 39,40 Euro zur Kenntnis.

„Wir sind entsetzt darüber, wie wenig die für diesen Beschluss Verantwortlichen die Versorgung der Patienten im Blick haben“, reagiert Dr. Michael Müller, 1. Vorsitzender des ALM e.V., verärgert und fügt hinzu: „Es ist bitter zu erleben, dass die Krankenkassen unmittelbar in der Phase der Beruhigung des dynamischen COVID-19-Pandemiegeschehens ausschließlich darauf schauen, an Ausgaben zu sparen. Die erklärte Strategie des BMG, durch eine erhebliche Ausweitung der Teststrategie die Pandemie weiter einzudämmen, wird so konterkariert.“

„Die willkürliche und sachfremde Absenkung um ein Drittel der erst im Februar gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung konsentierten Kostenerstattung für eine neue und komplexe Leistung, die für die Überwachung eines sehr dynamischen Infektionsgeschehens eine anerkanntermaßen zentrale Bedeutung hat, ist nicht nachvollziehbar und weder sachgerecht noch angemessen“, so Prof. Jan Kramer, Vorstandsmitglied im ALM e.V. „Uns erschließt sich nicht, welche Vorstellung die Vertreterinnen und Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen davon haben, wie diese für die Patientenversorgung und Eindämmung der Pandemie gleichermaßen wichtige Leistung mit den nun abgesenkten Gebühren in dem erforderlichen Umfang gesichert werden soll. Konkret: Wie soll mit einem solchen Betrag eine flächendeckende und nahezu 24/7-Versorgung aufrechterhalten werden“, fragt Dr. Christian Scholz, der mit seinem Team wie über 130 andere medizinische Labore zur Sicherstellung der von Bundesregierung und Bevölkerung aktiv eingeforderten hohen Testkapazitäten hohe Investitionen geschultert und auf eine nachhaltig kostendeckende Finanzierung der Diagnostik vertraut hat.

„Wir haben als Labore alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine gute Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger des Landes mit SARS-CoV-2-Diagnostik aufzubauen; durch unsere erheblichen Investitionen haben wir ein großes Risiko auf uns genommen und damit erheblich zum vergleichsweise moderaten Verlauf der Pandemie in Deutschland beigetragen – und jetzt werden wir mit solch einer Entscheidung abgestraft. Das entbehrt jeder Logik und Fairness“, sagt auch Evangelos Kotsopoulos, Vorstand im ALM e.V. „Es entsteht der Eindruck, dass die Kassen jetzt ihr wahres Gesicht zeigen und entgegen sonstiger Hochglanzbekundungen nur an Kostenfragen interessiert sind. Dass die Vorhaltung von hohen Testkapazitäten wesentlich zur Bewältigung der Pandemie beiträgt, scheint nicht mehr von Belang zu sein – aus unserer Sicht wird hier bewusst ein inakzeptables Versorgungsrisiko in Kauf genommen.“

„Ich hätte mir von den Kolleginnen und Kollegen der GKV mehr Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein gewünscht“, sagt Cornelia Wanke, Geschäftsführerin des ALM e.V. Dass mehr Tests am Ende weniger Kosten für das Gesundheitswesen bedeuten – wie es auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn konstatiert hat – das müsse doch auch den Kassenchefs längst aufgegangen sein, so Wanke. „Leider zeigt sich aber wieder einmal mehr, dass diese nur sehr kurzfristig denken und das Wohl der Patientinnen und Patienten eben nicht im Vordergrund steht.“

In der heutigen Dringlichkeitssitzung der Verbandsmitglieder wurde intensiv beraten, welche Schlüsse aus diesem Beschluss in seiner für die Versorgung der Bevölkerung mit der SARS-CoV-2-Diagnostik so wichtigen Bedeutung zu ziehen sind und welche Auswirkungen sich daraus ergeben könnten. Die Mitglieder erwarten, dass der Beschluss kurzfristig korrigiert wird und sich die Bewertung an den für die Sicherstellung der zeitnahen und flächendeckenden Testung im Sinne der gesundheitspolitischen Ziele der Bundesregierung notwendigen Kosten orientiert, und appellieren an die Ärzteseite im Bewertungsausschuss, alles dafür zu tun, um diesen Beschluss abzuwenden. 

Über die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V.

ALM e.V. ist der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore in Deutschland. Der Verband vertritt derzeit über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzt*innen, rund 500 Naturwissenschaftler*innen und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeiter*innen. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen labormedizinischen Patientenversorgung in Deutschland.

Die Mitglieder des Verbandes sichern eine flächendeckende Patientenversorgung, auch in strukturschwachen Gebieten. Die Mitgliedslabore sind nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien (DIN ISO EN 15189) akkreditiert und erfüllen uneingeschränkt die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK).

Die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und technischen Personals ist ein wesentlicher Aspekt ihrer täglichen Arbeit, um langfristig die zuverlässige Versorgung von Millionen von Patienten sicherstellen zu können. Der Verein strebt eine kollegiale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Selbstverwaltung, den medizinischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Vereinen an, um gemeinschaftlich die Zukunft der Labore in der medizinischen Diagnostik in Deutschland zu gestalten.

Pressekontakt

Cornelia Wanke
Geschäftsführerin ALM e.V.
Telefon: 0171 215 8954
E-Mail: c.wanke@alm-ev.de

Geschäftsstelle

Akkreditierte Labore in der Medizin – ALM e.V.
HELIX HUB
Invalidenstraße 113
10115 Berlin

Telefon: 030 516 959 310
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ALM e.V. im sozialen Netz

Gute Nachrichten gibt es heute aus den Laboren des @ALMevTeam, die 90 % der dt. Corona-PCR-Tests durchführen: Dort ist die Testzahl letzte Woche konstant geblieben, während die Zahl der positiven Tests um 7 % zurückging. Damit sinkt die Positivquote erstmals wieder leicht. [3/x]

👆🏽Wir begrüßen in wesentlichen Punkten die jetzt vorgesehenen Konkretisierungen in der Coronavirus-Testverordnung🧪.

👉🏽Wir sehen aber, dass nicht einmal die bisher gültige Version der Rechtsverordnung vollständig in der Versorgung angekommen ist.

📄:

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SARS-CoV-2-PCR-Testungen weiterhin auf einem hohen Niveau – weiterer Kapazitätsausbau der fachärztlichen Labore › ALM - Akkreditierte Labore in der Medizin e.V.

Datenauswertung des ALM e.V. zur COVID-19-Testung in der KW 48:

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Was vor #Weihnachten🎄wichtig ist:
👥 Abstand
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😷 Alltagsmaske
🪟 Lüften
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Denn wir wollen doch alle das Fest mit unseren lieben Menschen verbringen 😉

Unser Vorstandsvorsitzender Dr. Müller mit aktuellen Infos der... KW47:
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ALM präsentiert: Das Corona-Test-Update KW47 mit Dr. Michael Müller

Wir geben euch wöchentlich einen Einblick in die Arbeit unserer Labore und zeigen euch Daten, Zahlen, Fakten.

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Die Zahl der Corona-PCR-Tests ist in Deutschland in der letzten Woche im Vergleich zur Vorwoche fast konstant geblieben: Die Mitgliedslabore des @ALMevTeam, die 90 % der Tests durchführen, melden 1,25 Millonen Tests. Die Positivrate steigt dort auf den Rekordwert von 9,6 %. [1/x]

In den Laboren wird sich gegenseitig ausgeholfen. 🧪

Unser Vorstandsmitglied Dr. Christian Scholz erzählt, wie Mitarbeitende der Pathologie 👩🏽‍🔬 sich in die #Corona-Diagnostik eingearbeitet haben, um mitzuhelfen.

Danke an alle helfenden Hände im Labor 🙏🏽
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Update der KW46 👇🏽

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Update der KW46 👇🏽

"Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Labor stehen seit März unter einer wahnsinnigen Belastung 🧪",

unser Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Müller redet im Video-Podcast der @AU_de über die nationale Teststrategie und die Arbeit im Labor:

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Corona-Video-Podcast: Nachgefragt!

In unserem Video-Podcast „Nachgefragt!“ unterhalten wir uns mit Menschen, die uns von den täglichen Herausforderungen in dieser besonderen...

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