Datenauswertung des ALM e.V.: Zahlen zur SARS-CoV-2-Testung der Labore in der KW 28 zeigen weiterhin hohe Testkapazität bei steigender Zahl der PCR-Tests

Fachärztliche Labore setzen Teststrategie der Bundesregierung weiterhin zuverlässig um und stellen eigene Landing-Page mit Laborfinder zur Verfügung

Auch in der 28. Kalenderwoche bleibt die Zahl der PCR-Tests weiterhin hoch und erreicht mit 459.145-CoV-2-PCR-Tests einen neuen Höchststand. Laut der von den Akkreditierten Laboren in der Medizin – ALM e.V. durchgeführten Datenerhebung von 138 bundesweit teilnehmenden Laboren stieg die Zahl der positiven Ergebnisse um etwa 5 Prozent auf 2.656 an (KW 27: 2.541). Deshalb sei es weiterhin angemessen, breit und umfassend zu testen, die Tests dabei aber möglichst gezielt dort einzusetzen, wo diese – zum Beispiel wegen regionaler Ausbrüche – benötigt werden, so Dr. Michael Müller. Der 1. Vorsitzende des ALM e.V. betont erneut die Ausrichtung am medizinisch Richtigen und an der ebenso notwendigen Einhaltung des Wirtschaftlichkeitsgebots: „Labordiagnostische Leistungen unbegrenzt für alle Bürgerinnen und Bürger einfach ohne Anlass als frei verfügbar zu versprechen, ist medizinisch und epidemiologisch nicht sinnvoll und zudem eine unnötige Verschwendung von Ressourcen.“ Zuletzt waren nach der Freigabe der Tests in Bayern für alle Einwohner nun auch Vorschläge aus dem Bereich des Sports zur „Freitestung von Zuschauern“ aufgekommen. Der ALM e.V. warnt vor einer Zweckentfremdung medizinischer Leistungen und der dafür benötigten Ressourcen.

Rund 942.000 Tests pro Woche stehen aktuell für eine qualitätsgesicherte und umfassende Covid-19-PCR-Diagnostik zur Verfügung. „Es ist notwendig, diese hohe Kapazität dauerhaft vorzuhalten. Nur so können wir schnell und konzertiert eingreifen, wenn es zu einem Ausbruch kommt, wie die Beispiele in Gütersloh, Warendorf, Göttingen und Berlin zeigen“, stellt Prof. Jan Kramer, Vorstand im ALM e.V., fest. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass die Kosten für die Diagnostik auch entsprechend erstattet werden, mahnt ALM-Vorsitzender Dr. Müller: „Wir sind froh, dass wir gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Ärzteschaft und den Krankenkassen dabei sind, eine tragfähige Lösung zu erarbeiten, die die GKV nicht überfordert, es aber auch den fachärztlichen Laboren weiterhin ermöglicht, eine flächendeckende, qualitätsgesicherte und zeitnahe Diagnostik für alle medizinischen Eventualitäten während der Corona-Pandemie abzusichern. Das erwartet auch die Bevölkerung zurecht.“

Statt allein auf die Kostenbremse zu treten und an der falschen Stelle Forderungen nach Einsparungen zu stellen, sollten sich die gesetzlichen Krankenkassen gemeinsam mit den Fachärzten im Labor für eine ressourcenschonende Verwendung der PCR-Test-Kapazitäten einsetzen: Prof. Kramer: „Auch wenn Bundesländer wie Bayern oder auch Reiseanbieter, Unternehmen und Fußball-Bundesligisten gerne Tests für „Jedermann“ ermöglichen wollen: Ein PCR-Test ist und bleibt eine Momentaufnahme und hat deshalb für asymptomatische Personen wenig und vor allem keine nachhaltige Aussagekraft“, warnt der Internist und Facharzt für Laboratoriumsmedizin.

Einigkeit besteht beim ALM e.V. deshalb darüber, labordiagnostische Tests zuallererst anlassbezogen für die medizinische Versorgung einzusetzen. Dr. Müller: „Als Fachärzte im Labor ist es unsere Pflicht, die Bürgerinnen und Bürger gut und angemessen zu versorgen. Deswegen sehen wir die SARS-CoV-2-PCR-Diagnostik als wichtigen Baustein an, im Sinne der nationalen Teststrategie des BMG (Bundesministerium für Gesundheit) Infektionen frühzeitig zu erkennen, Kontaktpersonen zu identifizieren und zu testen und darüber hinaus vulnerable Gruppen zu schützen“, erklärt der 1. Vorsitzende des fachärztlichen Berufsverbandes.

Ein Hinweis in eigener Sache: Um insbesondere Landrät*innen und Bürgermeister*innen sowie Entscheider*innen für die labordiagnostische Versorgung vor Ort einen besseren Überblick zu geben, haben wir die Landing-Page „Corona Diagnostik Insights“ mit Laborfinder sowie Zahlen, Daten und Fakten zur Covid-19-Labordiagnostik eingerichtet. Diese erreichen Sie unter

www.corona-diagnostik-insights.de

Darüber hinaus finden Sie hier auf unserer Homepage einen umfassenden Katalog an Fragen und Antworten zum Thema. Diesen aktualisieren wir regelmäßig. Bei weiteren Fragen freuen wir uns über Ihre schriftliche Anfrage an c.wanke@alm-ev.de.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die hier ermittelten Daten mit weiteren Daten am RKI zusammengeführt werden. Die daraus entstehenden Daten stellen das Gesamtbild über das Testgeschehen in Deutschland dar. Eine anderweitige Nutzung der Daten darf nur mit Hinweis auf die Erhebung des ALM e.V. als Quelle erfolgen!

Weitere Infos zum SARS-CoV-2 Virus und zu Covid-19 und zur aktuellen Lage finden Sie unter www.rki.dewww.bmg.bund.dewww.kbv.de

Über die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V.

ALM e.V. ist der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore in Deutschland. Der Verband vertritt derzeit über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzt*innen, rund 500 Naturwissenschaftler*innen und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeiter*innen. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen labormedizinischen Patientenversorgung in Deutschland.

Die Mitglieder des Verbandes sichern eine flächendeckende Patientenversorgung, auch in strukturschwachen Gebieten. Die Mitgliedslabore sind nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien (DIN ISO EN 15189) akkreditiert und erfüllen uneingeschränkt die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK).

Die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und technischen Personals ist ein wesentlicher Aspekt ihrer täglichen Arbeit, um langfristig die zuverlässige Versorgung von Millionen von Patienten sicherstellen zu können. Der Verein strebt eine kollegiale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Selbstverwaltung, den medizinischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Vereinen an, um gemeinschaftlich die Zukunft der Labore in der medizinischen Diagnostik in Deutschland zu gestalten.

Pressekontakt

Geschäftsstelle

Akkreditierte Labore in der Medizin – ALM e.V.
HELIX HUB
Invalidenstraße 113
10115 Berlin

Telefon: 030 403 688 4000
E-Mail: kontakt@alm-ev.de
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Wir fordern eine Verbesserung der Qualität in Testzentren🧪:

Mit dem COVID-19-Schutzgesetz ist dem Bundesminister für Gesundheit kein großer Wurf gelungen. Die Regelungen verhindern nicht den Missbrauchs in den Testzentren, sondern regeln lediglich die anschließende Kontrolle.

Den leichten Wiederanstieg der #Corona-Wellen belegen auch die heute vorgestellten Zahlen des Laborverbandes @ALMevTeam. Demnach ist in den letzten 14 Tagen sowohl die Zahl der PCR-Tests insgesamt also auch der Anteil der positiven Testergebnisse wieder gestiegen. (10/x)

#Corona-Testzahlen der KW37:

👉🏼 491.712 durchgeführte PCR-Tests (KW36: 466.209)
👉🏼 davon waren 173.991 positiv (KW36: 155.960)
👉🏼 Positivrate liegt bei 35,4% (KW36: 33,5%)

Fun fact: Rund 350.000 Kilometer legen wir jeden Tag für Labordiagnostik 🚚🧪zurück.

👉Denn mehr als 3/4 der Diagnosen werden auf Grundlage eines Laborergebnisses gestellt. Diese müssen von Praxen, Krankenhäusern und Ambulanzen zügig in unsere Labore gebracht werden.

Wie sieht die Diagnostik im Jahr 2030 aus? 🧪🤖
Darüber sprechen wir auf unserer Fokusveranstaltung am 21.11.

Robotik, Machine Learning, Interoperabilität, Big Data und Künstliche Intelligenz sind hier einige Buzzwords, die wir dort aufgreifen werden.

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Fokusveranstaltung des ALM e.V. 2022

Zukunft Labordiagnostik – Die Fokusveranstaltung des ALM e.V. 2022 DIAGNOSTIK 2030: Digital, innovativ, leistungsfähig — Gute Medizin nur mit...

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In der aktuellen Ausgabe der @RedaktionMK beschreiben unsere Vorstände Nina Beikert und Dr. Michael Müller ihre "Lessons learned" der SARS-CoV-2-Pandemie.

Der Artikel ist hier einsehbar (Seite 32):
https://www.management-krankenhaus.de/restricted-files/152364

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Knapp 1,8 Mio
offene Stellen im Gesundheitswesen können in 2035 voraussichtlich nicht mehr besetzt werden

Hier geht es zur Studie:

https://www.pwc.de/de/gesundheitswesen-und-pharma/fachkraeftemangel-im-deutschen-gesundheitswesen-2022.html

Laut einer Studie zum Fachkräftemangel können im Jahr 2035 in 🇩🇪voraussichtlich 1,8 Millionen offene Stellen im Gesundheitswesen nicht mehr besetzt werden. Davon ist auch die Labormedizin betroffen.

In unserem Papier zeigen wir mögliche Lösungen auf:
https://www.alm-ev.de/aktivitaeten/arbeitsgruppen/ag-mta/

Für ein weiteres Auslaufen der #Sommerwelle sprechen auch die Test-Zahlen, die der Laborverband @ALMevTeam heute veröffentlicht hat. Wichtig ist hierbei vor allem, dass der Anteil der positiven Tests von 40,1% vor 2 Wochen auf nun 34,1% gesunken ist. (8/x)

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