ALM e.V. stellt SARS-CoV-2-PCR-Daten aus der KW 50 vor

Infektionsgeschehen bleibt auf hohem Niveau: Kontakte reduzieren, Impfen und Vorsicht bleiben das Wichtigste

Die aktuelle Datenerhebung der Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V. zeigt ein rückläufiges Infektionsgeschehen auf hohem Niveau. Wie der Expertenrat der Bundesregierung weisen auch die Mitgliedslabore des ALM e.V. darauf hin, wie wichtig über die Feiertage besondere Vorsicht und Umsicht sind, um die Ausbreitung von Omikron zu bremsen: „SARS-CoV-2 und somit auch die Pandemie machen keine Weihnachtspause. So gilt es auch in diesen Tagen, Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren und die bewährten Corona-Regeln einzuhalten“, sagt Dr. Michael Müller. „Die aktuellen Inzidenzen sind kein Zeichen der Entspannung, denn die zunehmende Ausbreitung der Omikron-Variante führt in einigen Regionen wieder zu einer steigenden Neuinfektionsrate“, so der 1. Vorsitzende des ALM e.V. Bei erneut sinkender Zahl an angeforderten SARS-CoV-2-PCR-Tests in den fachärztlichen Laboren (1.472.884 auf 1.634.885 in der Vorwoche, minus 10 Prozent), ist auch die Zahl an positiv berichteten Befunden in der vergangenen Woche gesunken – von 323.286 in der KW 49 auf nun 273.363 in der KW 50. Insgesamt lag die Positivrate bei 18,6 Prozent (Vorwoche: 19,8 Prozent) aller durchgeführten SARS-CoV-2-Tests. An der aktuellen Datenerhebung des ALM e.V. für die KW 50 (13.12.2021–19.12.2021) haben sich diesmal 181 Labore beteiligt. Mit 68 Prozent liegt die bundesweite Auslastung der Labore in einem akzeptablen Bereich mit deutlichen regionalen Unterschieden. 

„Die Zahlen bleiben auf hohem Niveau“, sagt Dr. Michael Müller. Da die Omikron-Variante viel leichter übertragbar sei, verbreite sie sich schneller. So blieben Kontaktreduzierung, Abstand halten und das möglichst ständige Tragen von FFP2-Masken – dort, wo sich Kontakt nicht vermeiden lässt, – neben dem Schließen von Impflücken und möglichst vielen Auffrischungsimpfungen („Booster“) das wichtigste Instrument bei der Bekämpfung der Pandemie, so der Facharzt für Laboratoriumsmedizin. Umsicht sei deswegen auch an den Weihnachtsfeiertagen und zum Jahreswechsel wichtig und maßgeblich für den weiteren Verlauf der Pandemie, auch wenn alle eigentlich das Bedürfnis hätten, in der Familie mit allen gemeinsam zu feiern und näher zusammenzurücken. 

Letztlich geht es auch um die Leistungsfähigkeit des gesamten Gesundheitswesens

„Es geht hier neben dem Schutz der Gesundheit des Einzelnen und seiner Mitmenschen auch um den Erhalt der Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens und kritischer Infrastrukturen, die das öffentliche Leben ermöglichen. Sollte sich Omikron rasch und ungebremst in Deutschland verbreiten, so besteht das Risiko, dass viele Menschen zeitgleich krank oder in Quarantäne sind. Das könnte zu Konsequenzen für das Gesundheitssystem führen sowie für Unternehmen, die ebenfalls zur kritischen Infrastruktur gehören und der Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens dienen, wie Polizei und Feuerwehr, öffentlicher Personennahverkehr, Müllabfuhr, Wasser- und Stromversorgung“, erklärt Dr. Müller.

Die aktuelle Auslastung der fachärztlichen Labore liegt im bundesweiten Durchschnitt bei 68 Prozent (Vorwoche: 76 Prozent), in Bundesländern mit hohem Infektionsgeschehen bleibt sie jedoch weiterhin über der Belastungsgrenze. Mit rund 2,15 Millionen SARS-CoV-2-PCR-Tests an Kapazität für die laufende Woche könne der medizinische Bedarf zur Diagnostik bei erkrankten Personen, Kontaktpersonen sowie zum Schutz der besonders vulnerablen Gruppen gut gedeckt werden. „Wir haben jedoch gesehen, wie schnell unsere Labore auch wieder an die Belastungsgrenze und darüber hinaus und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter zusätzlichen Druck geraten können“, sagt Evangelos Kotsopoulos, Vorstand im ALM e.V. Die fachärztlichen Labore hielten selbstverständlich auch über Weihnachten die Versorgung aufrecht und stellten ausreichend SARS-CoV-2-PCR-Testkapazitäten zur Verfügung. Kotsopoulos: „Dafür danken wir schon heute unseren Mitarbeitenden, die hier wieder einmal Außerordentliches leisten. Ihnen wie allen Beschäftigten im Gesundheitswesen, die über die Feiertage Patientinnen und Patienten versorgen, gebührt unsere Dankbarkeit und Anerkennung.“

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die hier ermittelten Daten mit weiteren Daten am RKI zusammengeführt werden. Die daraus entstehenden Daten stellen das Gesamtbild über das Testgeschehen in Deutschland dar. Eine anderweitige Nutzung der Daten darf nur mit Hinweis auf die Erhebung des ALM e.V. als Quelle erfolgen.

Über die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V.

ALM e.V. ist der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore in Deutschland. Der Verband vertritt derzeit über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzt*innen, rund 500 Naturwissenschaftler*innen und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeiter*innen. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen labormedizinischen Patientenversorgung in Deutschland.

Die Mitglieder des Verbandes sichern eine flächendeckende Patientenversorgung, auch in strukturschwachen Gebieten. Die Mitgliedslabore sind nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien (DIN ISO EN 15189) akkreditiert und erfüllen uneingeschränkt die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK).

Die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und technischen Personals ist ein wesentlicher Aspekt ihrer täglichen Arbeit, um langfristig die zuverlässige Versorgung von Millionen von Patienten sicherstellen zu können. Der Verein strebt eine kollegiale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Selbstverwaltung, den medizinischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Vereinen an, um gemeinschaftlich die Zukunft der Labore in der medizinischen Diagnostik in Deutschland zu gestalten.

Pressekontakt

Geschäftsstelle

Akkreditierte Labore in der Medizin – ALM e.V.
HELIX HUB
Invalidenstraße 113
10115 Berlin

Telefon: 030 403 688 4000
E-Mail: kontakt@alm-ev.de
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Fabian Raddatz, Sprecher der AG MTA: „Die Attraktivität einer ärztlichen Tätigkeit in einem Labor wird Studierenden nur eingeschränkt vermittelt. Dabei spielt die Beratung zwischen Ärzt*in und Laborärzt*in von der Indikation bis hin zur Befundinterpretation eine zentrale Rolle."

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#Corona-Testzahlen der KW25:

👉🏼828.091 durchgeführte PCR-Tests (KW24: 656.432)
👉🏼430.243 waren davon positiv (KW24: 308.557)
👉🏼 Positivrate liegt bei 52,0% (KW24: 47,0%)

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"Die medizinische Versorgung von Erkrankten hat stets Vorrang und gehört auch bei Corona-Infektionen ausschließlich in ärztliche Hände. Nur so kann eine medizinische Indikationsstellung bei Vorerkrankungen oder möglichem Risiko auf einen schweren Verlauf erfolgen.

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