Datenauswertung des ALM e.V. zur SARS-CoV-2-PCR-Testung in KW 30

Zahl der SARS-CoV-2-Neuinfektionen steigt weiter an – Sommerbedingt liegen die PCR-Testzahlen auf niedrigem Niveau

In der zurückliegenden Woche (KW 30, 26.07.–01.08.2021) setzt sich der Trend der steigenden Positivrate bei den SARS-CoV-2-PCR-Befunden (3,1 Prozent, Vorwoche mit 2,4 Prozent) fort. Sommerbedingt wird mit 513.739 SARS-CoV-2-PCR-Tests weiterhin auf eher niedrigem Niveau getestet (-1,0 Prozent zu KW 29). Das ergibt sich aus den Ergebnissen der wöchentlichen Datenerhebung zum SARS-CoV-2-Testgeschehen der Akkreditieren Labore in der Medizin – ALM e.V. mit insgesamt 178 teilnehmenden Laboren. Insgesamt fielen 15.787 PCR-Befunde positiv aus (Vorwoche: 12.512). „Die Auslastung der Labore ist mit etwa 27 Prozent der insgesamt verfügbaren PCR-Tests weiterhin eher niedrig“, sagt Dr. Michael Müller. Die fachärztlichen Labore seien mit Blick auf das weiter zunehmende Infektionsgeschehen in Deutschland für einen wieder erhöhten PCR-Testbedarf vorbereitet, so der 1. Vorsitzende des ALM e.V. Die Delta-Variante wird nunmehr in den allermeisten der positiven Befunde nachgewiesen und ist, wie in den RKI-Daten der letzten Woche, verantwortlich für den größten Teil der Neuinfektionen.

„Wir erwarten jetzt wieder einen steigenden medizinischen Bedarf an Testungen bei Personen mit Symptomen und auch zur Nachverfolgung der Kontaktpersonen“, erklärt Dr. Michael Müller. Der Facharzt für Laboratoriumsmedizin verweist erneut auf die Empfehlungen zur Testung des Robert Koch-Instituts. Danach sollten Personen mit Symptomen, auch bei Auftreten von milden Beschwerden oder bei unspezifischen Erkältungssymptomen über den Haus- oder Facharzt mittels PCR-Methode auf SARS-CoV-2 getestet werden. „Um alle relevanten Infektionen sicher zu erkennen, sollten sich Menschen mit Symptomen jeder Schwere, auch als Geimpfte, unbedingt mittels PCR testen lassen. Das gelte auch für unspezifische Erkältungssymptome, da die Delta-Variante im Krankheitsbild etwas anders verlaufen kann. „So können wir dafür Sorge tragen, dass sich andere Menschen nicht anstecken“, so Müller. Der Zeitbedarf bis zum Vorliegen eines Befundes bei der PCR-Untersuchung ist kurz: „Die meisten fachärztlichen Labore können die Ergebnisse in der Regel am gleichen Tag der Probenentnahme übermitteln und im positiven Fall sofort die Untersuchung auf das Vorliegen der Delta-Variante vornehmen.“

Darüber hinaus bleibe es auch in der Sommer- und Reisezeit wichtig, sich selbst gut vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu schützen. „Neben der Impfung bleiben die bekannten Verhaltensempfehlungen (Kontaktreduktion, Abstand, Hygiene, Masken tragen, Lüften in Innenräumen, Nutzen der Corona-Warn-App) wichtig, denn Sie schützten auch vor der Verbreitung der SARS-CoV-2-Varianten. „Wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger geimpft sind und wir alle gut auf uns und unsere Mitmenschen achten, können wir die weitere Ausbreitung von SARS-CoV-2 eindämmen“, so der Appell des ALM-Vorsitzenden.

Die Nationale Teststrategie des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

Ein Hinweis in eigener Sache: Um insbesondere Landrät*innen und Bürgermeister*innen sowie Entscheider*innen für die labordiagnostische Versorgung vor Ort einen besseren Überblick zu geben, haben wir die Informationsseite „Corona Diagnostik Insights“ mit Laborfinder sowie Zahlen, Daten und Fakten zur Covid-19-Labordiagnostik eingerichtet. Außerdem finden Sie dort eine erste Übersicht der fachärztlichen Labore in Deutschland, die Vollgenomsequenzierungen durchführen.

Hier auf unserer Website finden Sie FAQ zum Thema. Diese aktualisieren wir regelmäßig. Bei weiteren Fragen freuen wir uns über Ihre schriftliche Anfrage an c.wanke@alm-ev.de.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die hier ermittelten Daten mit weiteren Daten am RKI zusammengeführt werden. Die daraus entstehenden Daten stellen das Gesamtbild über das Testgeschehen in Deutschland dar. Eine anderweitige Nutzung der Daten darf nur mit Hinweis auf die Erhebung des ALM e.V. als Quelle erfolgen.

Weitere Infos zum SARS-CoV-2-Virus, zu COVID-19 und zur aktuellen Lage finden Sie unter www.rki.de  /  www.bmg.bund.de  /  www.kbv.de

Über die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V.

ALM e.V. ist der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore in Deutschland. Der Verband vertritt derzeit über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzt*innen, rund 500 Naturwissenschaftler*innen und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeiter*innen. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen labormedizinischen Patientenversorgung in Deutschland.

Die Mitglieder des Verbandes sichern eine flächendeckende Patientenversorgung, auch in strukturschwachen Gebieten. Die Mitgliedslabore sind nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien (DIN ISO EN 15189) akkreditiert und erfüllen uneingeschränkt die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK).

Die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und technischen Personals ist ein wesentlicher Aspekt ihrer täglichen Arbeit, um langfristig die zuverlässige Versorgung von Millionen von Patienten sicherstellen zu können. Der Verein strebt eine kollegiale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Selbstverwaltung, den medizinischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Vereinen an, um gemeinschaftlich die Zukunft der Labore in der medizinischen Diagnostik in Deutschland zu gestalten.

Pressekontakt

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Akkreditierte Labore in der Medizin – ALM e.V.
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Telefon: 030 403 688 4000
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Fabian Raddatz, Sprecher der AG MTA: „Die Attraktivität einer ärztlichen Tätigkeit in einem Labor wird Studierenden nur eingeschränkt vermittelt. Dabei spielt die Beratung zwischen Ärzt*in und Laborärzt*in von der Indikation bis hin zur Befundinterpretation eine zentrale Rolle."

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#Corona-Testzahlen der KW25:

👉🏼828.091 durchgeführte PCR-Tests (KW24: 656.432)
👉🏼430.243 waren davon positiv (KW24: 308.557)
👉🏼 Positivrate liegt bei 52,0% (KW24: 47,0%)

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"Die medizinische Versorgung von Erkrankten hat stets Vorrang und gehört auch bei Corona-Infektionen ausschließlich in ärztliche Hände. Nur so kann eine medizinische Indikationsstellung bei Vorerkrankungen oder möglichem Risiko auf einen schweren Verlauf erfolgen.

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