Datenauswertung des ALM e.V. zur SARS-CoV-2-PCR-Testung in KW 12 zeigt weiter steigende Positivrate

SARS-CoV-2-Pandemie bleibt sehr dynamisch: Deutliche Zunahme der Positivrate an SARS-CoV-2-PCR-Tests

Wie seit einigen Wochen beobachtet und vorhergesehen, nehmen die SARS-CoV-2-Neuinfektionen weiterhin deutlich zu – und der Anteil der britischen Variante B.1.1.7 ebenso, mancherorts liegt er bei deutlich über 80 Prozent der diagnostizierten Fälle. Für die Osterfeiertage bedeutet das: „Wir alle sollten uns und unsere Mitmenschen weiterhin diszipliniert vor Ansteckungen schützen“, sagt Dr. Michael Müller. Der 1. Vorsitzende des ALM e.V. rät weiterhin und besonders jetzt zur Beachtung der bekannten und auch gegenüber den Varianten wirksamen wesentlichen Maßnahmen: Kontaktreduzierung, Hygiene, Abstand halten, Maske tragen. Die Auswertung der Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V., an der 175 Labore aus dem ambulanten und stationären Bereich teilgenommen haben, zeigen für die KW 12 eine Positivrate von 9,5 Prozent (Vorwoche: 8,3 Prozent). Insgesamt fielen in der vergangenen Woche von den durchgeführten 1.279.394 (Vorwoche: 1.196.364) SARS-CoV-2-PCR-Tests 121.787 Tests positiv aus (Vorwoche: 98.762). Das ist eine Steigerung um 23 Prozent.

Am Sonntag sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel bei „Anne Will“ über „eine ganz neue Pandemie“. Die erste Welle vor einem Jahr könne mit der Situation heute nicht verglichen werden. Das kann Prof. Jan Kramer, Facharzt für Laboratoriumsmedizin und Internist, nur bestätigen: „Die Variante B.1.1.7 hat sich rasch ausgebreitet und gegen andere Varianten durchgesetzt. Deshalb ist es in der jetzigen Phase der Pandemie ganz wichtig, dass wir nicht müde werden, die AHA + L-Regeln einzuhalten“, so der Vorstand im ALM e.V. Neben der Verstärkung der Impfanstrengungen und der konsequenten Umsetzung der Nationalen Teststrategie mit breiter und niedrigschwelliger Testung liege es weiterhin in der Hand jedes Einzelnen, wie sich die Pandemie weiterentwickele: „Auch wenn das gerade zu Ostern und bei frühlingshaften Temperaturen nicht leichtfällt, sollten wir alle möglichst unsere Kontakte reduzieren, konsequent Abstand halten und Maske tragen“, betont auch Nina Beikert, Vorständin im ALM e.V.

Bei Antigentests die diagnostischen Schwächen und Limitationen beachten

Dass die SARS-CoV-2-Antigentests und auch Selbsttests nun bei den Bürger*innen ankommen, sehen die Vorstände des ALM e.V. grundsätzlich positiv: „Das breite Testen, auch bei asymptomatischen Personen, kann zusammen mit konsequent umgesetzten Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten eine Ergänzung bei der Bewältigung der Pandemie sein. „Wir weisen hier darauf hin, dass ein negativer Antigentest nur eine Momentaufnahme mit einer Gültigkeit am Untersuchungstag ist“, sagt Wolf Kupatt. Der ALM-Vorstand konstatiert: „Antigentests sind bekanntermaßen weniger sensitiv und spezifisch als die PCR als Goldstandard in der SARS-CoV-2-Diagnostik. Sie bergen somit das signifikante Risiko von falsch-positiven und falsch-negativen Befunden.“ Beides sollte den nutzenden Personen auch entsprechend kommuniziert werden, damit die Getesteten eigenverantwortlich damit umzugehen lernen.

Evangelos Kotsopoulos, ebenfalls Vorstand im ALM e.V., weist noch einmal darauf hin, dass positive Antigentests – ob von medizinischem Personal durchgeführt oder durch die Testperson selbst – stets direkt durch eine PCR-Untersuchung im Labor zu bestätigen sind. Dass die PCR-Testkapazitäten hierfür auch über die Osterfeiertage ausreichen, darauf haben sich die Akkreditierten Labore eingestellt, ähnlich wie Weihnachten und Neujahr 2020: „Wir haben sichergestellt, dass die notwendigen Testkapazitäten bereitstehen. Unsere Mitarbeiter*innen, die auch an den Feiertagen in den fachärztlichen Laboren diese wichtige Arbeit für die Bevölkerung durchführen, sind trotz der dauerhaften Belastung hoch motiviert. Die Teams in den Laboren wünschen sich jedoch, dass die Menschen in dieser schwierigen Phase der Pandemie noch mehr zusammenstehen und appellieren daher an alle, auch an die vielen Beschäftigten im Gesundheitswesen zu denken, die seit mehr als einem Jahr für die Bewältigung der Pandemie und die Versorgung Infizierter arbeiten“, so die Vorstände im ALM e.V.

Die Nationale Teststrategie des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

Ein Hinweis in eigener Sache: Um insbesondere Landrät*innen und Bürgermeister*innen sowie Entscheider*innen für die labordiagnostische Versorgung vor Ort einen besseren Überblick zu geben, haben wir die Informationsseite „Corona Diagnostik Insights“ mit Laborfinder sowie Zahlen, Daten und Fakten zur Covid-19-Labordiagnostik eingerichtet. Außerdem finden Sie dort eine erste Übersicht der fachärztlichen Labore in Deutschland, die Vollgenomsequenzierungen durchführen.

Hier auf unserer Website finden Sie FAQ zum Thema. Diese aktualisieren wir regelmäßig. Bei weiteren Fragen freuen wir uns über Ihre schriftliche Anfrage an c.wanke@alm-ev.de.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die hier ermittelten Daten mit weiteren Daten am RKI zusammengeführt werden. Die daraus entstehenden Daten stellen das Gesamtbild über das Testgeschehen in Deutschland dar. Eine anderweitige Nutzung der Daten darf nur mit Hinweis auf die Erhebung des ALM e.V. als Quelle erfolgen.

Weitere Infos zum SARS-CoV-2-Virus, zu COVID-19 und zur aktuellen Lage finden Sie unter www.rki.de  /  www.bmg.bund.de  /  www.kbv.de

Über die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V.

ALM e.V. ist der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore in Deutschland. Der Verband vertritt derzeit über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzt*innen, rund 500 Naturwissenschaftler*innen und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeiter*innen. Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen labormedizinischen Patientenversorgung in Deutschland.

Die Mitglieder des Verbandes sichern eine flächendeckende Patientenversorgung, auch in strukturschwachen Gebieten. Die Mitgliedslabore sind nach der höchsten Qualitätsnorm für medizinische Laboratorien (DIN ISO EN 15189) akkreditiert und erfüllen uneingeschränkt die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK).

Die Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und technischen Personals ist ein wesentlicher Aspekt ihrer täglichen Arbeit, um langfristig die zuverlässige Versorgung von Millionen von Patienten sicherstellen zu können. Der Verein strebt eine kollegiale Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Selbstverwaltung, den medizinischen Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Vereinen an, um gemeinschaftlich die Zukunft der Labore in der medizinischen Diagnostik in Deutschland zu gestalten.

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Akkreditierte Labore in der Medizin – ALM e.V.
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Telefon: 030 403 688 4000
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Zur Abwertung der Kostenerstattung für die SARS-CoV-2-PCR:

Wir haben keine finanzielle Unterstützung für die erheblichen Kosten zum Aufbau der digitalen Strukturen bekommen, die für die Anbindung an die Corona-Warn-App und die verpflichtende Meldung an DEMIS erforderlich waren.

Wer sind wir?
Wir sind der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore in 🇩🇪
Wir vertreten über 200 Labore mit 900 Fachärzt*innen, 500 Naturwissenschaftler*innen und 25.000 Mitarbeitenden

Ziel ist die Förderung einer hochwertigen labormedizinischen ...Patientenversorgung

Testzahlen der KW19:

👉🏼 743.197 durchgeführte PCR-Tests (KW18: 827.101)
👉🏼297.957 waren davon positiv (KW18: 357.358)
👉🏼 Positivrate: 40,1% (KW18: 43,2%)

Die nächsten aktuellen Testzahlen gibt es hier wieder nächsten Dienstag, 31.05.22

Der Bewertungsausschuss hat eine erneute drastische Abwertung der Kostenerstattung für die SARS-CoV-2-PCR🧪 in der Patientenversorgung beschlossen.

👉🏼 Diese Leistung wird um 22 Prozent von derzeit 35 Euro auf 27,30 Euro abgewertet – ein falsches und kontraproduktives Signal.

Ab wann werden Frauen unfruchtbar? 🤰🏼
Schwer zu definieren. Die Zahlen sagen:
Ab dem Alter von 30 Jahren nimmt die Fruchtbarkeit bei Frauen rapide ab. Ab 35 Jahren zeigen Eizellen zunehmend genetische Veränderungen.

Mehr dazu in unserem Heft:

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993 Malariafälle zählte das RKI im Jahr 2019 hierzulande.
97 Prozent der Infektionen hatten die Betroffenen in Afrika erworben. In 96 Prozent aller Fälle war der Erreger jener der
gefährlichsten Malariaform: Plasmodium falciparum.

Unsere Labore helfen!

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Oft wird gedacht: Sepsis, also eine Blutvergiftung🩸, findet vor allen in Krankenhäusern statt.
Dabei entwickeln sich 80 Prozent aller Fälle von Sepsis außerhalb von Krankenhäusern.

Eine schnelle Labordiagnose ist hier unabdingbar!

Mehr dazu:

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Wir sehen gerade mit abnehmender Auslastung der Labore 🧪und des abschwächenden Infektionsgeschehens es als erforderlich, dass die Gesundheitspolitik im Zuge der Anpassung der Coronavirus-Testverordnung den Fokus auf die Vorbereitungen für den Herbst und Winter legt.

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